Brücken bauen, Vorurteile abbauen: Interreligiöses und Interkulturelles Fastenbrechen in Berlin
Ein Abend der Begegnung und des Dialogs im Herzen Berlins
Am 13. März 2026 fand im Zilleklub in Berlin-Moabit (Rathenower Straße 17, 10559 Berlin) ein außergewöhnliches interreligiöses und interkulturelles Fastenbrechen statt. Diese Veranstaltung, organisiert von Karame e.V., dem Zille Klub, Schlupfwinkel und Das Jugendhaus B8, brachte Menschen unterschiedlichster Herkunft und Glaubensrichtungen zusammen, um gemeinsam den heiligen Monat Ramadan zu begehen und ein starkes Zeichen für Verständigung, Respekt und Zusammenhalt zu setzen.
Die Bedeutung in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen
In einer Zeit, in der antimuslimischer Rassismus und gesellschaftliche Spaltung in Deutschland leider zunehmen, sind solche Begegnungen wichtiger denn je. Das gemeinsame Fastenbrechen bot eine Plattform, um Vorurteile abzubauen, den direkten Austausch zu fördern und zu zeigen, dass ein friedliches Miteinander nicht nur möglich, sondern essenziell für eine starke und inklusive Gesellschaft ist. Es ist ein Akt der Solidarität und des gegenseitigen Lernens, der die Vielfalt unserer Gesellschaft als Bereicherung feiert und aktiv gegen Diskriminierung vorgeht. Solche Initiativen tragen maßgeblich dazu bei, das Verständnis füreinander zu vertiefen und die Gesellschaft näher zusammenzubringen.
Hochkarätige Panels und inspirierende Reden
Der Abend wurde durch zwei thematisch relevante Panels bereichert, die zum Nachdenken und zur Diskussion anregten:
Politisches Panel: Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Interkultureller Austausch
In diesem Panel diskutierten prominente Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Politik über die Herausforderungen und Chancen des interkulturellen Zusammenlebens:
Stefanie Remlinger (Bezirksbürgermeisterin für Berlin-Mitte)
Carsten Spallek (CDU-Kandidat für das Amt des Bezirksbürgermeisters von Berlin Mitte)
Christoph Keller (Kommunalpolitiker Berlin Mitte von Die Linke, Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit Bezirksamt Mitte)
Uta Francisco Do Santos (SPD-Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin von Berlin Mitte)
House of One Panel: „Fasten in den unterschiedlichen Religionen“
Dieses Panel bot tiefe Einblicke in die spirituelle Praxis des Fastens aus jüdischer, christlicher und islamischer Perspektive und verdeutlichte die verbindenden Elemente der Religionen:
Nathalie Marie-Rose (Jüdische Referentin bei House of One)
Patricia Sophie Böckmann (Theologische Referentin bei House of One)
Osman Örs (Imam)
Beide Panels wurden mit großer Professionalität von Kasia Wojcik moderiert, die den Dialog lebendig und aufschlussreich gestaltete.
Die feierliche Eröffnung der Veranstaltung übernahmen Dr. Yücel Meheroglu, Beauftragter der Senatsverwaltung für antimuslimischen Rassismus, und Yasin Khalife (SPD Berlin Mitte Stv. Vorsitzender, Kandidat BVV Mitte), die die Bedeutung des Abends für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstrichen.
Ein Aufruf zum Miteinander
Das interreligiöse und interkulturelle Fastenbrechen im Zilleklub war mehr als nur eine Veranstaltung; es war ein lebendiges Beispiel dafür, wie Dialog und gegenseitiger Respekt Gräben überwinden und eine stärkere, solidarischere Gemeinschaft schaffen können. Wir danken allen Beteiligten, Gästen und Organisatoren für ihren Beitrag zu diesem wichtigen Abend und hoffen, dass die Botschaft des Miteinanders weiterhin viele Menschen erreicht und inspiriert.